Unterwegs mit dem Legionär Gutzufus

Unterwegs mit dem Legionär Gutzufus

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten der Vergangenheit in der Eifel – mit dem Motorrad entdeckt!

gutzufus.de

Seid ihr bereit, mir, dem Legionär Gutzufus aus Marcomagus, dem heutigen Marmagen in der Eifel, auf eine tolle Tour zu folgen? Inklusive kleinem Prandium mit regionalen und römischen Speisen?

Vorher stelle ich jedoch kurz mein Leben vor:

Was habe ich in meiner Dienstzeit doch alles erleben und erdulden müssen. Das fing schon bei meiner Kleidung an.

Sandalen, mit knapp 100 Nägeln besetzt, dazu Helm, Schild, Panzer, Pilum, Schwert und das Marschgepäck. Alles in allem musste ich rund 45 kg mit mir herumtragen. Allerdings gab es auch besondere Grundvoraussetzungen für mich und meine Tätigkeit. Mindestens 175 cm musste ich groß sein, was für die damalige Zeit schon ziemlich riesig war. Da ich 186 cm groß bin, also wirklich groß, erfülle ich die Voraussetzungen!

Schlank, kräftig und muskulös und gut sehen und hören, schreiben und lesen können muss ich auch. Okay, in vollschlank kommt das Wort schlank ja vor…

Römischer Bürger muss ich sein. Das heißt, meine Familie musste das Bürgerrecht besitzen. Vom Militärarzt wurde ich ärztlich untersucht. Alles Bonum, ich wurde angenommen, schwor meinen Diensteid und verpflichtete mich damit zu gehorchen. Danach wurde ich zu meiner Truppeneinheit gebracht.

Nach vier Monaten Drill und Grundausbildung kam die Routine des Lagerlebens mit Lagerdienst. Neben den Übungsmärschen mussten wir Wache schieben, Bäder reinigen, Straßen kontrollieren oder im Straßenbau arbeiten. So entstanden Straßen und Brücken. Alle Tätigkeiten dienten dazu, die feindlichen Angriffe abzuwehren und selbst in neue Gebiete einzuziehen, in kriegerischen Auseinandersetzungen die Oberhand zu behalten und am Ende das römische Reich zu verteidigen oder bestenfalls zu erweitern. Auch in der Eifel!

Ich befand mich in einer weit entwickelten Zeit. Meine Umgebung änderte sich zügig durch Bauwerke und andere technische Innovationen, welche ihre Zeit prägten und sogar heute noch in nur leicht abgewandelter Form verwendet werden, wie z.B. die Fußbodenheizung.

Nach 30 Jahren als Legionär lebe ich heute im Ruhestand und arbeite als Guida, um euch neben den ganzen Sehenswürdigkeiten, noch die vielen Kurven der Eifel entdecken zu lassen. Die geradlinigen Römerstraßen gehören zu meinem Leidwesen in unserem waldigen Gebiet mittlerweile der Vergangenheit an. Kurvig und schlängelnd müssen wir uns heute fortbewegen, um alles zu entdecken.

Da ich in der Nordeifel eingesetzt bin, kann ich euch viele interessante und einzigartige Dinge zeigen. Denn besonders der Verbindungsweg von Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) nach Augusta Treverorum (Trier) ist eine stark frequentierte Handelsstraße, an der auch ich kräftig Hand anlegte.

Wo? Spiciemus – wir werden sehen…

Überall rund um diese(n) Weg(e) werden in rund 2.000 Jahren noch „neue alte“ Reste von uns Römern gefunden. Moderne Satellitenaufnahmen (dafür gibt es kein lateinisches Wort) machen es wohl möglich. Unsere alten Gebäude werden genauso aufgespürt, wie sonstige Anlagen, an denen ich kräftig mitgearbeitet habe.

Wo? Spiciemus – wir werden sehen…

Die Römische Wasserleitung, auch Eifelwasserleitung genannt, von Nettersheim nach Köln wurde ebenfalls durch uns gebaut. In insgesamt 20 Losen erschufen wir dieses Meisterwerk.

Wo? Spiciemus – wir werden sehen…

Das Prandium nehmen wir in einer Taverna in römischer Umgebung ein.

Wo? Spiciemus – wir werden sehen…